Klartext: Beratung für Studienabbrecher

Studienabbrecher: Es tut an mehreren Stellen weh – Wie komme ich da raus?

 

Vorab-Zusammenfassung des Beitrages

 

Ein Studienabbruch fühlt sich richtig unangenehm an:

  • Das Vertrauen in die eigenen Entscheidungen ist erschüttert
  • Es scheint, als würde man von allen Seiten überholt
  • Die Motivation ist ‚im Keller‘
  • In dem emotionalen Durcheinander kann man nicht ‚klar nach vorne schauen‘

Rein faktisch ist ein Studienabbruch eigentlich ’nichts Dramatisches‘:

  • Man ist damit kein schrecklicher Einzelfall, denn die allgemeine Abbruchquote beträgt ca. 30 %
  • Auch ist man kein anderer Mensch als vorher, man ist nur um eine Erfahrung reicher
  • Genau genommen, hat man nur eine falsche Entscheidung getroffen
  • Und die verbrauchte Zeit ist nicht wirklich bedeutsam, bezogen auf sein gesamtes Leben

Unser Rat: Wer es sich leisten kann, sollte sich professionell beraten lassen. Vor allem eben wegen der großen Verunsicherung, die mit einem Studienabbruch verbunden ist.

 

Für die Vielen, die sich eine Beratung nicht leisten können oder wollen: Ich will nicht den Eindruck erwecken, es gäbe eine einfache Formel zur Überwindung der emotionalen Krise. Sicherlich ist es aber wichtig, dass Sie sich von Menschen unterstützen lassen, die Ihr Selbstvertrauen stärken, die grundsätzlich positiv denken. Meiden Sie Leute, die Ihnen Vorhaltungen machen oder Sie kurzfristig zu Entscheidungen drängen wollen.

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Studienabbrecher und Studienabbruch

Das ist nur allzu verständlich: Studienabbrecher fühlen sich meist unwohl. Sie haben bis zur Entscheidung für einen Studienabbruch bereits sehr unangenehme Zeiten hinter sich.

Nachdem sie sich dann zum Studienabbruch durchgerungen haben, fühlen sie sich zunächst einmal erleichtert. Allerdings kommen nach dem Abbruch wiederum andere Empfindungen hoch, die die Betroffenen oft emotional schwer belasten:

  • Im Elternhaus können Kommentare auftauchen wie zum Beispiel ‚Wir hatten ja gesagt, dass das nicht das Richtige für dich ist!‘ oder ‚Wie geht es jetzt weiter? Komm endlich in die Gänge!‘. Die meisten Eltern reagieren allerdings mit Verständnis. Und das ist gut so.
  • Studienabbrecher empfinden sich oft als Versager. Geschwister, Freunde oder ‚vorbildliche Bekannte‘ kommen voran. Sie selbst aber ‚kriegen es nicht gebacken‘, so scheint es ihnen.
  • Sie sind verunsichert. Ihre eigenen Entscheidungen, auf die sie ihr Leben aufbauen wollten, haben sich im Nachhinein als falsch herausgestellt.
  • Es tauchen Schuldgefühle auf, weil sie denken, das Geld der Eltern verschwendet zu haben.

Dieses unschöne Gemisch aus unterschiedlichen belastenden Emotionen engt natürlich den Blick nach vorne ein. Nach vorne, sprich in die Zukunft kann man nach einem Studienabbruch zeitweise fast gar nicht mehr sehen.

Was rät der gesunde Menschenverstand in einer solchen Situation? Richtig: Es einmal innehalten, sich schütteln und den Kopf wieder hoch kriegen! Dann schauen, wo man steht und welche Möglichkeiten vor einem liegen. Das macht Sinn! Aber das ist leichter gesagt, als getan. – Frage also: wie schafft man das?

Studium abgebrochen – ist das wirklich so schlimm?

Nein! Ganz und gar nicht! Nach dem Studienabbruch ist man doch derselbe Mensch wie vorher auch. Man verliert ja seine Fähigkeiten und Talente nicht, nur weil man eine unglückliche Entscheidung getroffen hat. Es fühlt sich im Augenblick nur so an.

In Wahrheit ist man sogar reicher an wesentlichen Erfahrungen.

  • Ein abgebrochenes Studium ist zum Einen ein Stück Lebenserfahrung, ein hartes Stück Lebenserfahrung! Ein Studienabbrecher unterscheidet sich mindestens in einer Sache von einem Studienanfänger: Der Studienabbrecher weiß genau, wie es sich anfühlt, etwas zu studieren, was nicht zu einem passt. Wer so eine Erfahrung gemacht hat, wird seine künftigen Entscheidungen mit größerer Sorgfalt treffen.
  • Es ist aber auch ein Stück mehr Bildung! Ein Student zum Beispiel, der sein Jura-Studium nach zwei Semestern abbricht, hat natürlich einiges an juristischem Grundverständnis mit auf den Weg bekommen. Wer dieses Grundverständnis hat, dem bleiben im Leben wahrscheinlich einige unangenehme Erfahrungen erspart. Ähnlich ist es mit den Inhalten anderer Studienfächern. Der berühmte Benediktiner-Mönch Anselm Grün hat das vor kurzem in einem Vortrag in folgende Lebensweisheit gepackt : „Umwege erhöhen die Ortskenntnis“.

Studienabbruch ist kein Einzelschicksal

Vielleicht hilft diese Zahl bei der Relativierung der empfundenen misslichen Lage: Studienabbruch ist kein Einzelschicksal! 29% aller Bachelor-Studenten in Deutschland brechen ihr Studium vorzeitig ab (laut Spiegel Online vom 1. Juni 2017, zitiert aus einer Studie des DZHW).

Unserer Erfahrung nach gibt es übrigens überhaupt keinen Zusammenhang zwischen Studienabbruch und so genannter Intelligenz. Studienabbrecher sind genau so clever, differenziert, wach und engagiert wie unsere anderen Kunden auch. Die Stimmung von Studienabbrechern ist allerdings recht weit unten im Keller. Die Motivation ebenfalls. In ihnen steckt viel Verunsicherung. Dafür ist die Ernsthaftigkeit besonders hoch, wieder auf die richtige Spur kommen zu wollen.

Es ist zwar schmerzhaft und ärgerlich! Und wenn auch in einer wichtigen Sache: Aber letztlich haben sich Studienabbrecher nur ein einziges Mal geirrt. Und sie sind seither nur ein kleines Stück älter geworden! Das ist alles. – Die nächsten Schritte sollten natürlich sitzen!

‚Studienabbrecher‘ ist ein unschönes Wort

Studienabbruch - keine leichte Situation!
Studienabbruch – keine leichte Situation

Statt ‚Studienabbrecher‘ sollte es besser heißen: berufliche Neuorientierer.

Bis zum Abbruch ist die Phase bei einigen Betroffenen kürzer, bei anderen länger. Der Studienabbruch selbst ist immer nur ein kurzer Zwischenschritt. Die Neuorientierung danach ist die bedeutsame Phase.

Ein Studienabbruch zeugt auch von Mut, dem Mut sich aus einer unerfreulichen Situation zu befreien. Abbruch ist der erste Schritt zum Neuaufbruch .

Studienabbrecher – Nebenbei gesagt: eine interessante und begehrte Zielgruppe

In den Medien wird viel über das Thema Studienabbrecher geschrieben. Wahrscheinlich ist das Thema für Medien deshalb so spannend, weil in Zusammenhang mit Studienabbruch viel Emotionen im Spiel sind. Und weil über ‚persönliche Schicksale‘ einzelner Studienabbrecher berichtet werden kann. Allein bei Spiegel Online finden sich eine Reihe von Berichten, die sich mit Beispielen, Erklärungen und Statistiken befassen.

Wenn man sich bei Google über das Thema informiert, fällt noch etwas auf: Studienabbrecher sind offensichtlich eine heiß begehrte Zielgruppe. Es gibt für sie viele Jobangebote. Die Angebote beziehen sich meist auf Jobs, die keinen akademischen Hintergrund erfordern. Oder es werden Ausbildungen angeboten mit mehr ‚Praxisbezug‘. Das ist gut so und verwundert eigentlich nicht. Die Angebote bieten den ‚ehemaligen‘ Studenten alternative Angebote zum Weg über die Uni.

Aber Vorsicht! Als Mitglied dieser begehrten Gruppe von Noch-Studenten oder Ex-Studenten sollte man gut aufpassen, sich nicht aus reiner Frustration übereilt auf einen neuen Weg zu begeben. Die Eile ist zwar verständlich. Aber wichtig ist: der neue Weg sollte vor allem passend sein. Man hat ja gerade eine nicht so glückliche Entscheidung hinter sich gelassen. Der zweite Anlauf soll deshalb erfolgreich sein.

Wir möchten betonen: Studienabbruch muss nicht automatisch heißen: Nie wieder Uni!

Studienabbrecher – was wir empfehlen

Ganz ehrlich: Wer sich eine professionelle Beratung leisten kann, sollte eine solche Beratung wahrnehmen!

Eigentlich gilt diese Empfehlung für alle jungen Menschen, die eine Entscheidung für Ihren Berufsweg treffen wollen. Neben Wahl des Lebenspartners ist die Wahl des Berufes nun mal die wichtigste Entscheidung im Leben!

In der komplexen Situation eines Studienabbrechers ist professioneller Rat bei der Neuausrichtung auf die künftige Berufsrichtung besonders empfehlenswert. Wer sein Studium abbricht, steckt nämlich in einem verwirrendem Geflecht von Emotionen, Zeitdruck und sachbezogener Verunsicherung.

  • Die Statistik besagt, dass 30% der Studienabbrecher mit den Leistungsanforderungen nicht zurecht gekommen sind.
  • Die Statistik besagt weiter, dass 17% keine ausreichende Motivation verspürten.
  • Und 15% wollten lieber eine (mehr) praktische Tätigkeit ausüben.

Unserer Meinung nach bleiben diese statistischen Aussagen an der Oberfläche des Themas. Sie sind überhaupt kein Beleg dafür, dass die betroffenen Studenten grundsätzlich nicht leistungsfähig oder motiviert sind!

Wenn man sich die Mühe macht, hinter die angegebenen Begründungen für den Studienabbruch zu schauen, kommt man oft auf eine ganz einfache Erkenntnis. Das Problem ist vor dem Studium entstanden, nicht im Studium. Das Problem ist entstanden mit der falschen Wahl des Studienfachs, beziehungsweise der Ausrichtung auf eine nicht passenden Berufsrichtung.

Wenn das Studienfach nicht stimmt, geht natürlich die Motivation verloren.

Ohne Motivation ist es unmöglich, über längere Zeit gute Leistung zu bringen.

Ähnliches passiert, wenn andere Faktoren nicht stimmen (z.B. im Umfeld des Studiums)

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Die Ursache des Problems beheben. Die richtigen Chancen finden!

Das Problem ist entstanden, als man – aus welchen Gründen auch immer – sich nicht für den passenden Berufsweg oder Studiengang entschieden hat.

  • Womöglich war es ja nicht richtig, überhaupt ein Studium aufzunehmen. Hätte eine Ausbildung erst einmal besser gepasst?
  • Vielleicht waren die angestrebte Berufsrichtung oder das Studienfach nicht richtig.
  • Womöglich war aber nur die Ausrichtung des Studiums nicht passend.
  • Vielleicht war es nicht der richtige Studien-Ort.
  • Womöglich, vielleicht…

Um die ‚richtige Entscheidung‘ treffen zu können, müssen eine Reihe von Aspekte betrachtet werden. Vor dem nächsten Schritt gilt es deshalb, wirklich gründlich zu erkunden, was tatsächlich zu einem passt. Was passt zur Persönlichkeit, zur Begabung? Was interessiert und was motiviert?

Beratung nach Studienabbruch
Eine professionelle Beratung hilft, wieder „in die Spur“ zu kommen

Ein erfahrener Berater begegnet dabei seinem Kunden mit viel Verständnis, aber auch mit ‚kühlem Kopf‘. Das erleichtert es, erst einmal in Ruhe die gemachten Erfahrungen zu sortieren und zu verarbeiten. Und den Blick wieder nach vorn auszurichten.

Durch das professionelle Erkunden von Interessen, Fähigkeiten, Kenntnissen, Perönlichkeits- und Motivationsstruktur und durch andere bewährte Übungen schärft sich das Bild für den künftigen, ‚richtigen Weg‘. Nebenbei zeigt sich dabei eigentlich immer, warum die vorher eingeschlagene Richtung problematisch war.

Sobald der junge Mensch sein Profil und seine Möglichkeiten erfasst hat, sobald er sich und seine Stärken, Fähigkeiten und Interessen besser begriffen hat, verflüchtigt sich das Gefühl, Studienabbrecher zu sein. Er ist dann wieder ein junger Mensch, der sich auf seine Perspektive in seiner Berufsrichtung freuen kann.

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Zum Schluss:

Und was machen die jungen Leute, die sich eine private Beratung nicht leisten können? Natürlich können auch sie sich aus der unkomfortablen Situation befreien. Der Weg ohne externe Unterstützung ist sicherlich viel steiniger. Ein paar kleine Tipps kann man sich vielleicht aus dem Blogbeitrag Klartext: Professionelle Berufsberatung/Private Berufsberatung holen.

Die vorstehenden Informationen werden bereitgestellt von Freigang: zum Erfolg, einer professionellen Studienberatung und Berufsberatung für Abiturienten und Studenten. Die Inhalte beziehen sich überwiegend auf eigene Erfahrungen und Einschätzungen.