Klartext: Beratung für Studienabbrecher

Studienabbrecher, eine interessante und begehrte Zielgruppe

In den Medien wird viel über das Thema Studienabbrecher geschrieben. Wahrscheinlich ist das Thema für Medien deshalb so spannend, weil dabei viel Emotionen im Spiel sind. Und weil über ‚persönliche Schicksale‘ berichtet werden kann. Allein bei Spiegel Online finden sich eine Reihe von Berichten, die sich mit Beispielen, Erklärungen und Statistiken befassen.

Wenn man sich bei Google über das Thema informiert, fällt noch etwas auf: Studienabbrecher sind offensichtlich eine heiß begehrte Zielgruppe für bestimmte Jobangebote. Die Angebote beziehen sich meist auf Jobs, die keinen akademischen Hintergrund erfordern. Oder es werden Ausbildungen angeboten mit mehr ‚Praxisbezug‘. Das ist gut so und verwundert eigentlich nicht. Die Angebote bieten den ‚ehemaligen‘ Studenten alternative Angebote zum Weg über die Uni.

Aber Vorsicht! Als Mitglied dieser begehrten Gruppe von Noch-Studenten oder Ex-Studenten sollte man gut aufpassen, sich nicht aus reiner Frustration übereilt auf einen neuen Weg zu begeben. Die Eile ist zwar verständlich. Aber wichtig ist: der neue Weg sollte vor allem passend sein. Man hat ja gerade eine nicht so glückliche Entscheidung hinter sich gelassen. Der zweite Anlauf soll deshalb erfolgreich sein.

Wir möchten übrigens betonen: Studienabbruch muss nicht automatisch heißen: Nie wieder Uni!

‚Studienabbrecher‘ ist ein unschönes Wort

Studienabbruch - keine leichte Situation!
Studienabbruch – keine leichte Situation

Eigentlich sollte es heißen: Berufsneuorientierer. Der Abbruch ist ja nur ein konsequenter Zwischenschritt.

Studienabbrecher fühlen sich meist unwohl. Sie haben bis zur Entscheidung für einen Studienabbruch bereits unangenehme Zeiten hinter sich gebracht. Nachdem sie sich dann zu einem Studienabbruch durchgerungen haben, fühlen sie sich erst einmal erleichtert. Allerdings kommen danach andere Empfindungen hoch, die die Betroffenen oft emotional schwer belasten.

Studienabbrecher – Es drückt an vielen Stellen

  • Im Elternhaus können Kommentare auftauchen wie zum Beispiel ‚Wir hatten ja gesagt, dass das nicht das Richtige für dich ist!‘ und ‚Wie geht es jetzt weiter? Komm mal in die Gänge!‘. Die meisten Eltern reagieren allerdings mit Verständnis. Und das ist gut.
  • Studienabbrecher empfinden sich oft als Versager. Geschwister, Freunde oder ‚vorbildliche Bekannte‘ kommen voran. Sie selbst aber ‚kriegen es nicht gebacken‘, so scheint es ihnen.
  • Sie sind verunsichert. Ihre eigene Entscheidung, auf die sie ihr Leben aufbauen wollten, hat sich im Nachhinein als falsch herausgestellt.
  • Es tauchen Schuldgefühle auf, weil sie denken, das Geld der Eltern verschwendet zu haben.

Dieses unschöne Gemisch aus unterschiedlichen belastenden Emotionen engt natürlich den Blick nach vorne ein. Nach vorne sieht man nach einem Studienabbruch zeitweise fast gar nichts mehr.

Was rät der gesunde Menschenverstand in einer solchen Situation? Richtig: Es einmal innehalten, sich schütteln und den Kopf wieder hoch kriegen! Dann schauen, wo man steht und welche Möglichkeiten vor einem liegen. Das macht Sinn! Aber wie schafft man das?

Studium abgebrochen – ist das wirklich so schlimm?

Nein! Ganz und gar nicht! Nach dem Studienabbruch ist man doch derselbe Mensch wie vorher auch. Man verliert ja seine Fähigkeiten und Talente nicht, nur weil man eine unglückliche Entscheidung getroffen hat. Man ist sogar reicher an wesentlichen Erfahrungen.

  • Auch ein abgebrochenes Studium ist zum Einen ein Stück Lebenserfahrung! Ein Studienabbrecher unterscheidet sich von einem Studienanfänger. Der Studienabbrecher weiß nämlich genau, wie es sich anfühlt, etwas zu studieren, was nicht zu einem passt. Wer so eine Erfahrung gemacht hat, wird seine künftigen Entscheidungen mit größerer Sorgfalt treffen.
  • Es ist auch ein Stück mehr Bildung! Ein Student, der sein Jura-Studium nach zwei Semestern abbricht, hat einiges an juristischem Grundverständnis mit auf den Weg bekommen. Wer dieses Grundverständnis hat, dem bleiben im Leben wahrscheinlich einige unangenehme Erfahrungen erspart. Ähnlich ist es mit den Inhalten anderer Studienfächern. Der berühmte Benediktiner-Mönch Anselm Grün hat das vor kurzem in einem Vortrag in folgende Lebensweisheit gepackt : „Umwege erhöhen die Ortskenntnis“.

Studienabbruch ist kein Einzelschicksal

Wenn es bei der Verarbeitung hilft: Studienabbruch ist kein Einzelschicksal! 29% aller Bachelor-Studenten in Deutschland brechen ihr Studium vorzeitig ab (laut Spiegel Online vom 1. Juni 2017, zitiert aus einer Studie des DZHW).

Unserer Erfahrung nach gibt es übrigens keinen Zusammenhang zwischen Studienabbruch und so genannter Intelligenz. Studienabbrecher sind eben so clever, differenziert, wach und engagiert wie unsere anderen Kunden auch. Die Stimmung von Studienabbrechern ist allerdings recht weit unten im Keller. Die Motivation ebenfalls. In ihnen steckt viel Verunsicherung. Dafür ist die Ernsthaftigkeit besonders hoch, wieder auf die richtige Spur kommen zu wollen.

Es ist zwar schmerzhaft und ärgerlich! Und wenn auch in einer wichtigen Sache: Aber letztlich haben sich Studienabbrecher nur ein einziges Mal geirrt. Und sie sind seither nur ein kleines Stück älter geworden! Das ist alles. – Die nächsten Schritte sollten natürlich sitzen!

Studienabbrecher – was wir empfehlen

Ganz ehrlich: Wer sich eine professionelle Beratung leisten kann, sollte eine solche Beratung wahrnehmen!

Eigentlich gilt das für alle jungen Menschen, die eine Entscheidung für Ihren Berufsweg treffen wollen. Neben Wahl des Lebenspartners ist die Wahl des Berufes nun mal die wichtigste Entscheidung im Leben!

In der komplexen Situation eines Studienabbrechers ist professioneller Rat bei der Neuausrichtung auf die künftige Berufsrichtung besonders empfehlenswert. Er steckt nämlich in einem verwirrendem Geflecht von Emotionen, Zeitdruck und Verunsicherung.

  • Die Statistik besagt, dass 30% der Studienabbrecher mit den Leistungsanforderungen nicht zurecht gekommen sind.
  • Die Statistik besagt weiter, dass 17% keine ausreichende Motivation verspürten.
  • Und 15% wollten lieber eine (mehr) praktische Tätigkeit ausüben.

Unserer Meinung nach bleiben diese statistischen Aussagen an der Oberfläche des Themas. Sie sind überhaupt kein Beleg dafür, dass die betroffenen Studenten grundsätzlich nicht leistungsfähig oder motiviert sind! Wenn man sich die Mühe macht, hinter die angegebenen Begründungen für den Studienabbruch zu schauen, kommt man oft auf eine ganz einfache Erkenntnis. Das Problem ist nämlich vor dem Studium entstanden, nicht im Studium. Das Problem ist entstanden mit der falschen Wahl des Studienfachs, beziehungsweise der Ausrichtung auf eine nicht passenden Berufsrichtung.

die Ursache Des Problems beheben. die richtigen Chancen finden!

Das Problem ist entstanden, als man sich – aus welchen Gründen auch immer – nicht für den passenden Berufsweg oder Studiengang entschieden hat.

  • Vielleicht war es ja tatsächlich nicht richtig, überhaupt zu studieren.
  • Vielleicht waren die angestrebte Berufsrichtung oder das Studienfach nicht richtig. Vielleicht war aber nur die Studienausrichtung nicht passend.
  • Vielleicht, vielleicht…

Vor dem nächsten Schritt gilt es, wirklich gründlich zu erkunden, welche Ausbildung, welche Berufsrichtung oder welches Studium tatsächlich zu einem passt.

Beratung nach Studienabbruch
Eine professionelle Beratung hilft, wieder „in die Spur“ zu kommen

Ein erfahrener Berater begegnet dabei seinem Kunden mit Verständnis und mit kühlem Kopf zugleich. Das erleichtert es, erst einmal in Ruhe die gemachten Erfahrungen zu sortieren und zu verarbeiten. Und den Blick wieder nach vorn auszurichten.

Durch das professionelle Erkunden von Interessen, Fähigkeiten, Kenntnissen, Perönlichkeits- und Motivationsstruktur und durch andere bewährte Übungen schärft sich das Bild für den künftigen, ‚richtigen Weg‘. Nebenbei zeigt sich dabei eigentlich immer, warum die vorher eingeschlagene Richtung problematisch war.

Sobald der Studienabbrecher sein Profil und seine Möglichkeiten erfasst hat, sobald er sich und seine Stärken, Fähigkeiten und Interessen besser begriffen hat, ist er eigentlich kein Studienabbrecher mehr. Er ist dann wieder ein junger Mensch, der sich auf seine Perspektive in seiner Berufsrichtung freuen kann.

Zum Schluss:

Und was machen die jungen Leute, die sich eine private Beratung nicht leisten können? Natürlich können auch sie sich aus der unkomfortablen Situation befreien. Der Weg ohne externe Unterstützung ist sicherlich viel steiniger. Ein paar kleine Tipps kann man sich vielleicht aus dem Blogbeitrag Klartext: Professionelle Berufsberatung/Private Berufsberatung holen.

Die vorstehenden Informationen werden bereitgestellt von Freigang: zum Erfolg, einer professionellen Studienberatung und Berufsberatung für Abiturienten und Studenten. Die Inhalte beziehen sich überwiegend auf eigene Erfahrungen und Einschätzungen.