Meine Stärken

Meine Stärken – Die Basis für meinen Erfolg.

Meine Stärken sollen die Grundlage für meinem Erfolg bilden! Meine Entscheidung für Ausbildung, Studium und Beruf soll sich an meinen Stärken ausrichten. – Dafür muss ich meine Stärken kennen und ich muss wissen, wie und wo ich sie am besten einsetzen kann.

So weit ist das klar. Die Frage ist aber: Wie erfahre ich, was meine Stärken sind? Und wie kriege ich raus, wo und wie ich sie am besten einsetzen kann?

Zur Beantwortung soll dieser Beitrag ein wenig beitragen. Auch soll er darlegen, was man in Zusammenhang mit dem Themen ‚meine Stärken‘ erwarten kann.

Was sind eigentlich Stärken?

Kurze Beschreibung und Erklärung.

„Keine Ahnung, was Stärken sind! Hauptsache, ich habe viele davon!“ Solch ein Statement würde ganz gut in unsere Zeit passen.

Dieser Blogbeitrag ist keine wissenschaftliche Abhandlung. Aber wenn wir uns hier mit Stärken befassen, sollten wir eine gewisse Vorstellung davon haben, worüber wir eigentlich reden.

Bei Wikipedia heißt es übrigens unter Persönlichkeitseigenschaft: „Besonders charakteristische, als positiv eingestufte Eigenschaften einer Persönlichkeit bezeichnet man als ihre Stärken.“

Stärken einer Person sind aus unserer Sicht all die Eigenschaften, Fähigkeiten und Kenntnisse einer Person, durch die sie in bestimmten Situationen leichter zu erwünschten Ergebnissen oder zu besseren Ergebnissen kommt. Besser oder leichter als die überwiegende Mehrheit der Personen, mit denen man die Person sinnvoller Weise vergleicht.

Häufig hört man Definitionen von Stärke, die sich vor allem auf Eigenschaften beziehen, die im ‚Charakter‘ einer Person liegen und ‚angeboren‘ sind. Wir von Freigang: zum Erfolg fassen den Begriff der Stärke bewusst viel weiter. Wir beziehen Fähigkeiten und Kenntnisse mit ein und auch individuelle Motivationsmuster.

Unserer Auffassung nach ist es im praktischen Leben nicht so entscheidend, woher eine Stärke kommt, ob sie einem Talent entspringt oder ob sie mühsam angeeignet wurde. Vielmehr halten wir es für entscheidend, dass man sie hat. Und dass man sie zum Einsatz bringen kann. Wichtig ist, dass man seine Stärken kennt und dass man weiß, wo man damit punkten kann.

Beispielsweise hörte man über Steffi Graf früher gelegentlich, dass ihr Vater sie zu eisernem Training gedrängt hätte. Selbst wenn es so gewesen wäre, würde niemand sagen: Tennisspielen war nicht ihre Stärke.

Auch unter Druck erlernte Fähigkeiten können also große Stärken sein. Auf solch eine Weise erworbenen Stärken wohnt allerdings die Gefahr inne, dass sie unglücklich machen, weil sie vielleicht nicht dem eigenen Naturell entsprechen. Sein Leben sollte man auf Stärken aufbauen, mit denen man in Einklang steht.

Meine Stärken – ein Teil meiner Persönlichkeit.

„Du stehst nicht im Stau. Du bist der Stau.“ Den Spruch habe ich einmal an einer Autobahnbrücke gelesen, als ich neben vielen anderen mit meinem Auto dort stand.

In Anlehnung könnte man auch über seine Stärken sagen: „Du hast nicht Stärken. Du bist die Summe deiner Stärken“

Natürlich ist das Thema Persönlichkeit schon ein bisschen komplexer. Aber wir wollen die Verbundenheit von Stärke mit Persönlichkeit betonen, weil dies so bedeutsam ist. Man ‚hat einen Hund‘ oder ‚man hat ein Auto‘. Beides kann man abgeben (traurig beim Hund). Meine Stärken sind aber ein untrennbarer Bestandteil meiner Persönlichkeit. Man wird sie jedenfalls nicht so einfach los. Positiv betrachtet heißt das auch, dass man sich auf seine Stärken verlassen kann.

Meine Persönlichkeit kommt durch meine Stärken zum Ausdruck. Andere Menschen nehmen mich in hohem Maße durch meine Stärken wahr. Meine Stärken sind ein ständiger Begleiter in meinem Leben. Deshalb ist es sinnvoll, meine Stärken zu kennen und damit umgehen zu lernen. Es ist sinnvoll zu lernen, wie ich mit meinen Stärken mein Leben gut gestalten kann.

Kann ich meine Stärken stärken?

Klar! Wenn man Fähigkeiten und Kenntnisse zu den Stärken rechnet, dann kann man natürlich seine Stärken ausbauen. Fähigkeiten kann man nämlich vertiefen, erweitern und festigen. Dasselbe gilt für Kenntnisse. Die Methode dafür ist so einfach wie banal: lernen und üben!

In dem Zusammenhang stellt sich oft eine ganz andere Frage: Woher nehme ich die Motivation zu lernen und zu üben?

Persönlichkeitsmerkmale hingegen kann ich bekanntermaßen nicht so leicht oder fast gar nicht verändern. Deshalb kann ich vermeintlich jene Stärken auch nicht bearbeiten, die in meiner Persönlichkeit verankert sind. Man hat sie oder man hat sie nicht, so zu sagen. Aber: wenn ich sie habe, dann kann ich sie eventuell klarer und öfter zum Einsatz bringen. Dafür brauche ich ein Bewusstsein über meine Stärken. Also kann ich doch daran arbeiten.

Ich kann an meinen Stärken arbeiten. Und ich kann meine Stärken bewusster einsetzen, zum Beispiel häufiger oder gezielter.

Meine Stärken – Nicht so leicht zu fassen

Wenn die eigenen Stärken einfach zu ermitteln wären, gäbe es vermutlich das Phänomen der so genannten verborgenen Talente gar nicht.

Stärken sind deshalb nicht so leicht zu ermitteln, weil man sie oft für selbstverständlich hält. Oder weil man sie gar nicht bemerkt, vielleicht aus Bescheidenheit. Umgekehrt kommt es vor, dass man sich eine Stärke zuschreibt, die andere so gar nicht an einem sehen. Auf uns trifft das natürlich nicht zu, aber es gibt gelegentlich Selbstüberschätzung. Man kann sich bzgl. Stärken leider auch irren. Das ist menschlich.

Stärken sind wahrscheinlich auch facettenreicher, als die meisten Menschen glauben. Wer macht sich zum Beispiel klar, dass Motivation viele Ausprägungen hat und in jeder dieser Ausprägungen eine persönliche Stärke sein kann. Ich bin vielleicht immer dann hochmotiviert, wenn ich mit anderen im Wettbewerb stehe. Viele andere dagegen werden in einer Wettbewerbssituation vielleicht gehemmt. Das wäre dann in der Situation eine Stärke von mir. Jemand anderes strengt sich vielleicht besonders an, weil er auf gar keinen Fall mit einem schlechten Ergebnis dastehen will. Diese Motivation kann auch eine Stärke sein.

‚Stärken‘ ist ein Begriff, mit dem man in Alltag wie selbstverständlich umgeht. Das ist auch gut so. Wenn es um Entscheidungen bei Ausbildung, Studium und Beruf geht, sollte man sich gründlich mit dem Thema befassen. Stärken sind facettenreich und oft nicht einfach zu erfassen.

 

Was sind eigentlich Schwächen?

Man könnte sagen:

Schwächen sind das, was uns oft peinlich oder sonst wie unangenehm ist, wenn sie zutage treten.

Schwächen tun in gewisser Weise weh. Insofern sind Schwächen auch meist leichter zu identifizieren als Stärken. Die meisten Menschen spüren ihre Schwächen sehr gut. Ob sie ihre Schwächen auch kennen, hängt davon ab, in wie weit sie bereit sind, sich mit den Schwächen auseinanderzusetzen.

Man möchte möglichst Situationen vermeiden, in denen die eigenen Schwächen sichtbar werden. Das führt aber wiederum zu einer einfachen und banalen Erkenntnis: Wähle keinen Beruf, in dem deine Schwächen regelmäßig in Erscheinung treten.

In unseren Beratungen zu Ausbildung, Studium und Beruf spielen Schwächen keine Rolle. Wir halten es nicht für ratsam, vermeintliche Schwächen unserer Kunden zu ermitteln. Wir sind überzeugt, dass das nicht zum Ziel führt und und obendrein verunsichert.

Wir erfassen aber Merkmale, die unsere Kunden an Berufen unattraktiv finden. Beispiele für solche Merkmale sind: ‚hat zu viel mit Mathe zu tun‘ , ‚ist mir zu wissenschaftlich‘  oder ’stehe nicht so gern im Rampenlicht‘ . Auf diese Weise werden bestimmte Berufe ausgegrenzt, sehr wahrscheinlich auch solche Berufe, in denen eigene ‚Schwächen‘ zutage treten könnten. Der Aspekt Schwächen fließt also indirekt in unsere Analysen ein.

Exkurs: Schwächen beziehen sich meist auf bestimmte Situationen. Das ist ähnlich wie bei Stärken. Sollte das bei Schwächen auftretende Unbehagen allgegenwärtig sein, muss man sich damit ernsthaft befassen, zum Beispiel bei häufig auftretenden Ängsten. Diese Themen liegen normalerweise außerhalb dessen, wofür ein Berufsberater zuständig und kompetent ist. Man würde das Auftreten regelmäßiger Ängste auch nicht mehr als ‚Schwäche‘ bezeichnen. Studienberater und Berufsberater sind in der Regel keine Psychiater und keine Psychotherapeuten. Gute Berater kennen und respektieren die eigenen Grenzen.

Wer übrigens seine Stärken gut kennt und selbstbewusst ist, hat meist kein Problem, auch ein paar seiner Schwächen zu zeigen.

Wie ermittle ich meine Stärken?

Wenn ich erst einmal ein grobes Bild von meinen Stärken bekommen will, kann ich mir aus den Internet eine oder mehrere der dort angebotenen vielen Listen herunterladen und in den Listen ankreuzen, was ich auf mich bezogen für zutreffend halte. Zusätzlich kann ich Freunde oder Familie bitten, mich ebenfalls mittels dieser Listen zu beurteilen. Dann hätte ich sogar ein so genanntes Selbstbild und ein Fremdbild meiner Stärken.

Damit erfahre ich schon einiges über mich. Und ich kann sehen, ob mein eigenes Bild über meine Stärken von dem Bild der anderen abweicht. Daraus könnte ich zum Beispiel Anregungen bekommen, welche meiner Stärken ich sichtbarer machen muss, damit sie von anderen bemerkt und dann hoffentlich honoriert werden.

Im Internet findet man überdies tausend Tipps, wie man Stärken ermitteln kann. Man findet hunderttausend Anleitungen, wie man mit Stärken umgehen soll. Und man findet eine Millionen Hinweise, wie man damit im Leben erfolgreich wird. Die Sache ist dennoch nicht ganz einfach. Sonst wären wir alle noch selbstbewusster und glücklicher.

Lieber hört der Mensch ja, dass die anstehenden Aufgaben alle leicht gelöst werden können. Auf die Gefahr hin, dass ich mich unbeliebt mache, möchte ich aber darauf hinweisen, dass Dinge, die mit der Persönlichkeit verbunden sind, sich meist nicht ‚hopplahopp‘ erledigen lassen.

Wer nachhaltig von einer Analyse seiner Stärken profitieren und wer die Analyse für wichtige Aspekte seines Lebens nutzen möchte, der wird mit Tipps und Parolen aus dem Internet nicht voran kommen. Er sollte davon ausgehen, dass er dafür wesentlich mehr Aufwand betreiben muss. Zum Beispiel durch Studium entsprechender Bücher und Besuch von Vorträgen. Durch Teilnahme an Seminaren oder auch durch Nutzung von Beratung.

Ich möchte an dieser Stelle deshalb auch keine weiteren Tipps hinzufügen. Ich möchte nur kurz und knapp darlegen, wie wir bei Freigang: zum Erfolg vorgehen.

Ab hier kommt praktisch ‚Werbung in eigener Sache‘:

Meine Stärken – Wegweiser bei der Wahl von Ausbildung, Studium und Beruf

In der Psychologie gibt es zwei wesentliche Methoden, um zu Erkenntnissen über eine bestimmte Person zu kommen. Man kann die Person beobachten. Und man kann die Person befragen. Das gilt auch für die Ermittlung von Stärken.

Befragen geht meist wesentlich schneller als Beobachten. Deshalb finden bei Studien- und Berufsberatungen überwiegend Befragungen statt. Bei Freigang: zum Erfolg ergänzen wir die Befragungen durch einige Übungen überschaubarer Länge, die uns aber die Möglichkeit geben, den Kunden auch beobachtend kennenzulernen. In der Beobachtungssituation ist der Mensch nämlich freier, nicht so ‚eingepfercht‘ wie bei einer Befragung oder bei einem Test. Darin liegt die Chance, zum Beispiel die berühmten verborgenen Talente zu entdecken, die sich bei reiner Befragung meist nicht zeigen wollen (siehe Video auf der verlinkten Seite).

Die auf diese Weise erarbeitete Liste der Stärken, das so genannte Stärkenprofil,  ist ein Wegweiser für die Wahl der passenden Ausbildung, des Studiums und des Berufs.

Neben dem Stärkenprofils gibt es weitere Wegweiser, die bei der Findung der passenden beruflichen Richtung entscheidend sind.

Meine Stärken – Und was noch?

Berufsfindung sollte man nicht verkomplizieren. Man sollte das Thema aber so darstellen, dass alle Komponenten dafür möglichst vollständig genannt sind. Das Stärkenprofil ist nicht die einzige Komponente einer zielführenden Suche bezüglich Ausbildung, Studium und Beruf. Es gibt nämlich noch andere bedeutende Komponenten.

Bei den Stärken steht im Mittelpunkt die Frage: „Mit welchen Aspekten meiner Persönlichkeit kann ich im Beruf punkten?“ Ebenso wichtig sind aber Fragen wie: „Wo bzw. unter welchen Umständen fühle ich mich wohl?“. Und: „Was motiviert mich?“, „Was interessiert, oder besser: begeistert mich.“

In unserer Studien- und Berufsberatung befassen wir uns deshalb mit folgenden Komponenten:

  • das Persönlichkeitsprofil allgemein
  • das individuelle Motivationsprofil
  • das Interessensspektrum
  • das Begabungsprofil
  • die Rahmenbedingungen des Arbeitens

Niemand wird von diesen Komponenten überfordert. Und wir sind in der Lage, die Ergebnisse verständlich darzulegen.

Unsere Kunden erhalten Kenntnisse und Einsichten über die eigenen Stärken, die eigenen Persönlichkeit und über ihre beruflichen Optionen. Das stärkt das Selbstvertrauen und steigert die Motivation für die dann anstehenden nächsten Schritte.

Die vorstehenden Informationen werden bereitgestellt von Freigang: zum Erfolg, einer professionellen Studienberatung und Berufsberatung für Abiturienten und Studenten. Die Inhalte beziehen sich überwiegend auf eigene Erfahrungen und Einschätzungen.